Plasmakugel
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| Die schönen Entladungen in
den bekannten Plasmakugeln sind nichts anderes als hochfrequente ( ca. 10
kHz bis 50 kz) Lichtbögen in der Atmosphäre bestimmter Gase bei
bestimmten Drücken. Trotzdem ist es nicht so einfach die meist rot
und blauen Flammen der käuflichen Kugel nachzuahmen. Bei einem füheren
>>>Versuch<<<
konnten trotz einer Vielzahl von Gasfüllungen die bekannten
Effekte nicht erzielt werden. |
| Generator: |
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Voraussetzung
für die Plasmaexperimente ist natürlich ein leistungsfähiger
Generator. Für den Bau fiel die Wahl auf einen robusten Röhrengenerator,
da diese Misshandlungen wie Kurzschluß, Fehlabstimmung, welche
bei Experimentier-betrieb leicht geschehen leichter abkönnen
als die empfindlicheren Halbleiterschaltungen. Die verwendete Röhre
QB 3/300 verträgt Anodenspannungen von 3 kV und erzeugt
in dieser Schaltung etwa 100W Hf bei einer Frequenz von 20 kHz.
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| QB 3/300 |
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| Heizung |
5V |
6.5A |
| Anode |
3kV |
125W |
| Schirmgitter |
400V |
20W |
| Kathode |
250mA |
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Die Leistung des,als
Meissnerschaltung gebauten Generators ,kann in gewissen Grenzen
durch die Höhe der Schirmgitterspannung der Generatorröhre
geregelt werden. Zu diesem Zweck dient eine Regelschaltung mit
einer EL 152. Das konventionelle Netzteil erzeugt mitttels
zwei Transformatoren (2x 350V, 6.3V, 10V) über eine Spannungsverdoppler-schaltung
eine Anodenspannung von 3kV. Die Netztrafos erzeugen auch die
erforderlichen Heizspannungen und eine 12V Spannung für
die beiden (PC) Lüfter. Zur Messung des Anodenstromes dient
ein Zeigerinstrument mit einem Bereich von 200mA. |
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Zum Test wurde eine käufliche
Plasmakugel von ihrem Sockel entfernt und auf den Generator montiert.
Es zeigen sich die bekannten blauen Plasmafäden mit den roten
pinselförmigen Enden. Ein Test mit einem Handspektroskop zeigt
das markante Liniensystem im Roten des Edelgases Helium, was durch
einen Vergleich des Spektrums einer Glimmlampe bestätigt wird.
Zur genaueren Untersuchung soll der Gasinhalt der Kugel in einem Massenspektrometer
vom Typ Quadropol (Balzer QMG 100) untersucht werden. Zur Gasentnahme
wurde der Pumpstutzen der Kugel unter Wasser abgesägt. Gleichzeitig
kann durch die Menge des eindringenden Wassers der Gasdruck in der
Kugel bestimmt werden. Zur großen Überraschung drang kein
Wasser in die Kugel ein, sondern im Gegensatz blubberten Gasblasen
an die Oberfläche. D.h. in der Kugel herrschte kein Unterdruck
sondern sogar ein leichter Überdruck |
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| Im Massenspektrum,
links, sind deutlich die Linien des Neons zu erkennen,
die häufigsten natürlichen Neonisotope bei mit
den Massen 20 und 22. Auch ein schwacher Peak bei der
Massenzahl 40, Argon ist bei höherer Empfindlichkeit
zu sehen, allerdings nur ein 1/100 bis 1/50 der Neonmenge.
Da aber Argon zu etwa 1/100 in normaler Luft enthalten
ist, könnte der Argonpeak auch vom Untergrundgas
stammen |
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| Eigene Experimente: Nachdem die Glaskugel
geöffnet und der Inhalt untersucht worden war sollte sie
mit einer neuen Füllung beschickt und wieder zum Leben
erweckt werden. Leider ging bei den folgenden Manipulationen
die Kugel zu Bruch. Dabei konnte auch die exterm dünne
Wandstärke von 0.8 mm festgestellt werden. Klar daß
so eine dünnwandige Kugel nicht mit Unterdruck arbeiten
kann, die Gefahr einer Implosion wäre viel zu groß.
Die folgenden Experimente wurden mit einer dickwandigen Glaskugel
mit angesetztem Hahn durchgeführt, welche ohne Gefahr evakuiert
werden kann. |
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Mit keiner von mir getesteten Gasfüllung konnten die
Entladungserscheinungen der gekauften Kugel reproduziert werden.
Nur mit Neon konnte eine Entladung bei Atmosphärendruck
erzielt werden. Sowohl mit Argon, Krypton und Helium war ein
Unterdruck von etwa 500..700 mBar notwendig um sichtbare Entladungen
zu erreichen. Zum Teil mag das an der anders gestalteten Elektrode
der gekauften Kugel liegen. Möglicherweise waren in der
Kugel aber auch Spurengase enthalten welche nicht analysiert
werden konnten oder die Kathode war mit Barium aktviert. Im
Gegensatz zu den üblichen Plasmakugeln war bei dieser
die Kathode in der Art der bei Neonröhren verwendeten
und nicht die übliche kapazitive Ankopplung über
eine zentrale Kugel.
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Die schönsten Entladungen waren
mit Neon und einem 10 prozentigen Anteil Argon zu erzielen,
allerdings nicht bei Atmosphärendruck sondern bei etwa
700 mBar
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In Argon
sind die Entladungen weniger spektakulär und nur in einem
relativ kleinen Druckbereich stabil. Bei niedrigerem Druck erscheinen
dicke, diffuse Entladungsarme |
Schöne
HF-Fackeln erhält man auch in Argon, wenn die Kugel mit
der Hand berührt wird |
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