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Stickstofflaser mit Marxgenerator

Zu Versuchs- und Demonstrationszwecken wurde ein Hochspannungs Stickstofflaser gebaut. Hochspannung bedeutet in diesem Fall eine Anregung mit 100 bis 150 kV Impulsen. Diese Impulse werden durch einen fünfstufigen Marxgenerator erzeugt. Generator und der eigentliche Laser sind sehr kompakt und induktionsarm aufgebaut sodaß stromstarke, schnelle Pulse möglich sind. In der unteren Ebene befinden sich die Speicherkondensatoren (2,7 nF 40kV) zwischen den die 33 kOhm Widerstände angeordnet sind. Über den Kondensatoren sind die zugehörigen mit Hutmuttern realisierten Funkenstrecken. Oben ist die Laserröhre mit den Elektroden, welche auch als Fensterträger dienen, eingebaut. Parallel zur Laserröhre ist ein Peakingkondensator, bestehend aus 5 Einzelkondensatoren (570 pF 40 kV) geschaltet. Alle Verbindungen sind mit 1,5 mm dicken Alublechen verschaltet
praktischer Aufbau und Probebetrieb
Auf den unteren Bildern sind der praktische Aufbau links und rechts der erste Probebetrieb mit Luft zu sehen. Das grelle Licht der Funkenstrecken überstrahlt leider den schwach am rechten Rand des Bildes sichtbaren Strahl des Lasers
Betrieb des Lasers mit einem Aluminiumspiegel und einem Brewsterfenster. Der Innendurchmesser der Laserröhre beträgt 2 mm, die Länge 260 mm, der Gasdruck in der Röhre etwa 20mBar Stickstoff. Die erste Funkenstrecke wurde auf eine Schaltspannung von ca. 25 kV eigestellt sodaß die Gesammtspannung etwa 125 kV beträgt. Leider verursacht der Marxgenerator durch den offenen Aufbau sehr starke Störfelder sodaß an elektrische Messungen nicht zu denken ist. Wie erwartet ist das Strahlprofil recht sauber, wie auf den Brennflecken (mit 50 mm Linse fokusiert) auf belichtetem Filmmaterial auf dem linken Bild zu sehen ist
Betrieb mit Neon:
Der Laser eignet sich auch zum Betrieb mit Neon bei einer Wellenlänge von 614 nm. Allerdings sind die Betriebsbedingungen deutlich anders als beim Stickstoffbetrieb. Im Gegensatz zum Stickstoff zeigt der Spot ,trotz Superstrahlung, die lasertypische Granularität (Speckles) . Lasertätigkeit wurde in einem Druckbereich von 0.2 bis 0.6 mbar erreicht. Aber da das Druckmessgerät für Luft geeicht ist sind größere Fehler möglich da die Wärmeleitung von Luft nur halb so groß ist wie die von Neon.
Ein sehr interessanter Effekt ist die extreme Asymmetrie des Laser. Sichtbare Laserstrahlung tritt nur am anodenseitigem Ende der Laserröhre aus, obwohl beide Enden mit gleichartigen Fenstern abgeschlossen sind. Eine mögliche Erkärung wäre eine Wanderwellenanregung des Neon, d.h. die Gasentladung "wandert" von der Kathode zu Anode und somit auch die Inversion des Lasergases und somit wäre, bedingt durch die extrem kurze Speicherzeit des Neon ein richtungsabhänige Verstärkung gegeben.
 
 
 

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