großer Rubinlaser
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Laserkopf:
einfach elliptische Pumpkammer mit Rubinstab ¼ x 6.5 Zoll und
Blitzlampe EG&G FX-47C-6.5. Der Laserkopf beinhaltet einen über
einen Kippspiegel eingekoppelten, Halbleiterlaser zur Strahljustierung.
Der Resonator besteht aus einem planen 100% dielektrischen Spiegel
und einem planem Auskoppel Etalon. Die Resonatorlänge beträgt
400mm |
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Die Abmaße des Laserkopfes
betragen:
Länge 550mm; Breite 150mm; Höhe 160mm; Gewicht = Die Position
des Laserstrahles ist, X = 68mm;Y = 119mm |
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Versorgungsschrank:
Der Versorgungsschrank beinhaltet das Leistungsteil und die Steuereinheit.
Die Abmaße des Schrankes (19Zoll ) betragen Höhe 75cm,
Breite 53cm und Tiefe 50cm. Das Gewicht des Versorgungsschrankes beträgt
etwa 80kg Leistungsteil:
Im Leistungsteil sind, auf drei Etagen aufgeteilt, das Hochspannungsnetzteil,
die Kondensatorbank, die Entladungsinduktivität, der Ignitronschalter,
die Triggernetzteile und diverse Versorgungs- und Sicherungseinheiten
untergebracht. Hochspannungsversorgung: Die Hochspannungsversorgung
besteht aus einem 300VA 2.5kV Trafo der primärseitig über
ein Halbleiterrelais geschaltet wird. Die Sekundärseite lädt
über einen Gleichrichter und Ladewiderstand die Kondensatorbank
( 38 MP-Kondensatoren 40µF 2.5kV) auf die vorbestimmte Spannung
auf. Das Ignitron trennt die Kondensatorbank bis zum Schuß vom
Blitzlampenkreis. Die Triggerung des Ignitrons und der Blitzlampe
erfolgt durch Thyristor gesteuerte Kondensatorentladungen |
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| Das Steuerteil steuert
alle Funktionen des Lasers wie Laden der Kondensatoren auf eine eingestellte
Spannung, Triggerablauf des Ignitron und der Blitzlampen Überwachung
der Interlockleitung. Gesteuert werden alle Funktionen durch einen
PIC 18F84 Mikrokontroller. |
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Bedienung:
Der beleuchtete Netzschalter ( ganz links ) aktiviert die gesamte
Elektronik des Lasers. Nach erfolgter Initialisierung (rote LED und
grüne LED blinken abwechselnd) zeigt eine konstant leuchtende
grüne LED die Bereitschaft des Laser an. Eine blinkende grüne
LED signalisiert eine Unterbrechung der Interlockschleife an und verhindert
eine Ladung der Kondensatorbank. Der rote Taster startet die Ladung
der Kondensatorbank auf den mit den Drehschaltern eingestellte Spannungswert.
Während der Ladung blinkt die rote LED und der Verlauf der Ladung
kann am analogen, Hochspannungsmessgerät verfolgt werden. Eine
konstant leuchtende rote LED signalisiert eine erfolgte Ladung und
der Laser ist zum Schuß bereit.
Der weiße Taster startet der Triggerablauf des Laser (Kippspiegel
> Ignitron > Blitzlampe > Laserpuls) und somit den Schuß.
Am Triggerausgang ( linke BNC Buchse) kann ein Triggersignal entnommen
werden, es entspricht dem Ignitron Triggerpuls (einige Millisekunden vor
dem Laserpuls). Der grüne Taster entlädt die Kondensatorbank
ohne eine Auslösung der Blitzlampe Ein Kippschalter gestattet
die Umschaltung in den externen Modus des Lasers. Dieser Schalter ist nur
beim Einschalten des Lasers über den Netzschalter aktiv Auto Trigger:
über den Auto Trigger Eingang ( rechte BNC Buchse ) kann der
Laser über einen Kontakt (z.B. Schalter, Relais) ferngesteuert werden.
Ein geschlossener Schalter startet eine Ladesequenz , nach erfolgter Ladung
wird der Laserschuß ausgelöst. Um eine neue Sequenz zu starten
muß der Schalter erst wieder geöffnet werden, und dann wieder
geschlossen werden Interlock: Die Sicherheit wird durch eine Interlockleitung
gewährleistet, die in den Laserkopf durchgeschleift ist und durch Schalter
erweitert werden kann. Durch eine Unterbrechung der Interlockschleife (
geöffneter Schalter ) wird die Kondensatorbank entladen, und ein erneutes
Laden wird verhindert bis die Schleife wieder geschlossen ist. Eine unterbrochene
Interlockschleife wird durch Blinken der grünen LED signalisiert.
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| Betriebsdaten: |
| Ladespannung (kV) |
Laserenergie (Ws) |
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| 1,1 |
Laserschwelle |
| 1,4 |
0,7 |
| 1,6 |
2,8 |
| 1,8 |
4,6 |
| 2,0 |
7 |
die Werte sind bei kaltem (Raumtemperatur) Rubinstab
gemessen. Zwischen den einzelnen Schüssen muß der
Stab genügend Zeit, einige Minuten, haben um wieder abzukühlen
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| Die Messung der Lichtpulse erfolgt mit einer schnellen
Fotozelle Typ 922 (RCA). Die Betriebsspannung der Zelle beträgt
500V und der Arbeitswiderstand an der Kathode 50 Ohm. Der Lichtpuls
wird mit einem Neutralglassfilter NG 4 (3mm) abgeschwächt. Zur
Aufzeichnung des Signals dient ein Tektronix Speicheroszi Typ 464.
Die Ladespannung der Kondensatorbank beträgt 1.5kV. Die Pulsdauer
der Blitzlampe beträgt 2ms und der daraus folgende Laserpuls
etwa 600µs. Der Laserpuls besteht, typisch für Festkörperlaser
im Normalbetrieb, aus einer ganzen Reihe von Spikes mit einer Dauer
von 2µs. Die Lichtleistung des gesamten Pulses beträgt
2.5kW, einzelne Spikes erreichen eine Spitzenleistung von 10kW. |
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Blitzlampe
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Laserpuls
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Spikes
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Zum Testen der Strahlqualitäten
eignet sich hervorragend belichtetes und entwickeltes Fotopapier.
Durch den Lichtimpuls wird die schwarze Silberschicht verdampft. Auf
dem linken Bild ist der Brennfleck des unfokusierten Strahls, in einem
Meter Abstand vom Laser, zu sehen. Die Ladespannung betrug 1.8kV.
Auf dem rechten Bild ist das Loch zu sehen, das der Laser mit einer
Fokusierlinse (f = 30mm) bei einer Ladespannung von 1.8kV in Stahlblech
(Rasierklinge) schmilzt. |
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| Riesenpuls, Q-Switch |
Durch Einbringen einer Küvette
mit Schaltlösung in den Resonatorstrahlengang kann der Riesenpuls
des Lasers erreicht werden. Der Laserpuls besteht dann statt aus vielen
Spikes aus einem einzelnen Impuls von kurzer Dauer ( 50ns) und hoher
Leistung. Die Leistung des Impulses reicht aus um im Fokus einer Linse
einen so genannten Air break down zu erzielen, das elektromagnetische
Wechselfeld übersteigt die Isolationsfähigkeit der Luft
und entlädt sich in einem Funken. Auch akustisch kann der Unterschied
wahrgenommen werden. Statt eines dumpfen Geräusches hört
man einen peitschenden Knall.
Die normalerweise als Schalter verwendeten Farbstoffe, wie Kryptocyanol,
sind nicht leicht erhältlich. Ganz gute Ergebnisse erzielt man
aber auch mit Lösungen von Methylenblau und Malachitgrün
in Alkohol. Beide Farbstoffe werden auch als Medikamente in der Zierfischhaltung
verwendet und können im Auariumzubehörhandel erworben werden. |
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